Mehr über flouq

Schmetterling — naive Illustration, eines der fünf flouq-Tiere in orange

Inklusion steht bei flouq am Anfang — nicht am Ende.

flouq entstand aus einer konkreten Erfahrung: als Mutter von drei Söhnen, darunter Félix, der mit einem Mosaik-Down-Syndrom lebt, habe ich lange nach Bildungsangeboten gesucht, die nicht nur auf dem Papier sondern wirklich für alle Kinder gedacht waren.

Was ich fand, waren zwei getrennte Welten: Regelangebote — fast immer leistungsorientiert und exklusiv —, in denen Felix am Rand stand, und wenige, überfüllte Sonderangebote mit geschlossenen Wartelisten, in denen seine Brüder keinen Platz hatten. Dazwischen: kaum etwas.

flouq ist der Versuch, diesen Zwischenraum zu füllen.

Menschliche Vielfalt als Reichtum

Wir denken Menschen nicht in festen Kategorien. 

Jede·r von uns bewegt sich auf Hunderten von Spektren gleichzeitig. Keine zwei Menschen stehen auf diesen Spektren an derselben Stelle, und niemand steht sein Leben lang am selben Punkt.

Diese Vielfalt ist für uns keine Herausforderung, die bewältigt werden muss, sondern der eigentliche Reichtum jeder Gruppe. Inklusive Bildung beginnt dort, wo wir aufhören, Kinder in „normal“ und „anders“ zu sortieren — und anfangen, die Vielfalt im Raum als Grundlage zu nutzen.

Woran wir arbeiten

flouq entwickelt sich weiter.

Ein einheitliches, fertiges Konzept gibt es bewusst nicht — inklusive Bildung ist für uns ein fortlaufender Lern- und Gestaltungsprozess, gemeinsam mit den Kindern, Familien und Einrichtungen, mit denen wir zusammenarbeiten.

Was sich aus unserer Praxis bisher als tragend erwiesen hat, lässt sich in wenigen Grundhaltungen beschreiben:

Wir beginnen nicht beim Programm, sondern bei den Kindern.

Jeder Workshop wird ausgehend von der konkreten Gruppe gedacht — wer kommt, was bringt jede·r mit, was braucht es heute. 

Es gibt kein Angebot, das ohne Anpassung einfach „abgespult“ wird.

Ein Vorschulkind hat seine beide Hände volle rote Malerde auf einen weisse Blatt
Ein Grundschüler guckt eine Pflanze unter die Lupe

Mehrere Eingänge statt einer einzigen Anweisung. 

Eine Aktivität lässt sich bei uns über Sinne, Bewegung, Beobachtung oder Sprache betreten. Kinder müssen nicht sprechen, um teilzunehmen, und sie müssen nicht eine bestimmte Reihenfolge einhalten, um zu verstehen.

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Eine fragende Haltung

Nicht Wissen vorführen, Gemeinsam suchen.

Unabhängig von Alter, Hintergrund oder Vorwissen der Teilnehmenden — und unabhängig davon, wie viel wir selbst zu einem Thema wissen — begleiten wir den Prozess fragend, nicht belehrend. 

Inklusive Bildung heißt für uns auch, den eigenen Wissensvorsprung nicht zum Maßstab zu machen,
sondern den Raum für gemeinsames Suchen, Staunen und Entdecken offenzuhalten.